Eine sommerliche Sanftheit umhüllt die Gärten der französischen Botschaft in Berlin. An diesem 14. Juli weht die Trikolore stolz neben ihrer deutschen Schwesterflagge, Symbol einer durch Zeit und Geschichte besiegelten Freundschaft. Die Luft ist erfüllt von fröhlichem Stimmengewirr, einer Mischung aus französischen und deutschen Akzenten, während sich fast tausend Gäste versammeln, um den Nationalfeiertag zu feiern. Aber heute Abend liegt ein besonderer Duft in der Berliner Luft: der Duft von Meeresgischt, Äpfeln und Crème fraîche. Heute Abend hat Frankreich das Gesicht der Normandie. Inmitten dieses Trubels steht Hervé Morin, Präsident der Region Normandie, mit einem stolzen Lächeln. An der Seite seines Gastgebers, dem französischen Botschafter in Deutschland, François Delattre, ist er nicht nur ein Ehrengast, sondern auch der Architekt einer Präsenz, die Sinn macht. Denn zwischen der Normandie und Deutschland bestehen Verbindungen, die über diplomatische Höflichkeit hinausgehen. Es ist eine Geschichte, die von Herz und Verstand geprägt ist.